Digitale Infrastrukturen sind der Innovationsmotor für unsere Wirtschaft. WLAN, Glasfaser, satellitengestützte Kommunikation, 5G und perspektivisch 6G ermöglichen, dass Menschen, Unternehmen, Maschinen und Anwendungen jederzeit und überall miteinander vernetzt sind – die Grundlage für Produktivität, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Dabei geht es nicht nur um höhere Übertragungsraten und Echtzeitfähigkeit, sondern auch um Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Resilienz der Netze. Gleichzeitig gilt es, die Abhängigkeit von Herstellern außerhalb Europas zu verringern und unsere digitale Souveränität zu stärken.

Innovative Netztechnologien und Konnektivität für die Wirtschaft
Smarte Konnektivität als Innovationsmotor für ein digitales Deutschland
Ziele und Maßnahmen
Unser Ziel ist es, in Deutschland eine zukunftssichere, leistungsfähige und nachhaltige Kommunikationsinfrastruktur zu schaffen, die in allen Branchen – von der Industrie über die Mobilität und die Medizin bis zur Landwirtschaft – Wettbewerbsfähigkeit sichert und neue Wertschöpfung durch die Nutzung von Schlüsseltechnologien wie künstlicher Intelligenz und datengetriebener Innovationen ermöglicht.
Wir wollen erreichen, Forschungsergebnisse schneller in die Praxis und die wirtschaftliche Nutzung zu bringen. Technologien sollen nicht nur entwickelt, sondern zeitnah auch in marktfähige Lösungen und Produkte überführt werden, die Unternehmen unmittelbar für ihre Innovationen und Prozesse nutzen.
Damit auch kleine und mittlere Unternehmen davon profitieren können, wollen wir die Erfahrungen aus bisherigen Pilotprojekten sowie bereits bewährte Lösungen leicht zugänglich machen. Wir bauen unnötige Hürden ab und legen die Grundlagen für ein starkes Ökosystem in Deutschland und Europa. Ein zentraler Baustein dafür sind offene, miteinander kompatible und energieeffiziente Netztechnologien.
Fortschritte
Mit dem 5G-Innovationsprogramm und der Förderinitiative InnoNT konnten bereits zahlreiche Projekte in die Praxis umgesetzt und viele wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden. Diese Erfahrungen haben wir genutzt, um im Austausch mit Fachleuten aus Wirtschaft, Forschung, Verbänden und Verwaltung Ideen für die konkrete weitere Unterstützung zu entwickeln. Die durchgeführte Konsultation hat nicht nur das große Potenzial von innovativen Netztechnologien bestätigt, sondern auch deutlich gezeigt, an welchen Stellen gezielte Impulse notwendig sind.
Konsultion „5G für die Wirtschaft“
Programmstart „Smarte Konnektivität für die Wirtschaft“
Mit unserem neuen Transfer- und Innovationsprogramm „InnoNT+ - Smarte Konnektivität für die Wirtschaft“ schaffen wir ein breites Unterstützungsangebot zur Stärkung und Beschleunigung smarter Konnektivität in Unternehmen. Die Bundesregierung stellt hierfür über 60 Millionen Euro bereit.

Erläuterungen zum Programminhalt finden Sie hier: Programmpapier Förderprogramm InnoNT+ [PDF, 1 MB]
Als zentraler Baustein wurde auf dem Mobile World Congress 2026 der Aufbau des „Kompetenzzentrum für smarte Konnektivität“ (KSK) bekannt gegeben. Weitere Bausteine des Programms werden sukzessive vorgestellt. Diese beinhalten Fördermöglichkeiten für Unternehmen, zivilgesellschaftliche Akteure, Gebietskörperschaften und Forschungseinrichtungen rund um das Thema „Smarte Konnektivität für die Wirtschaft“.
Förderrichtlinie und Förderaufrufe
Die Förderrichtlinie sowie den ersten Förderaufruf können Sie im Downloadbereich herunterladen.
Downloads
Förderberatung durch den Projektträger
Haben Sie Fragen? Unsere Förderberatung hilft Ihnen gerne weiter.
Von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 15 Uhr, erreichen Sie die InnoNT+-Hotline des Projektträgers (TÜV Rheinland Forschungs- und Innovationsmanagement GmbH und VDI /VDE Innovation + Technik GmbH).
Telefon: 0221/ 806 5252
E-Mail: innont@tuv.com
LinkedIn: www.linkedin.com/company/innont
Kompetenzzentrum für smarte Konnektivität
Das Kompetenzzentrum Smarte Konnektivität (KSK) wird die Einführung moderner digitaler Netze in Deutschland deutlich beschleunigen. Es untersucht nicht einzelne Technologien, sondern hilft dabei, konkrete Probleme zu lösen – zum Beispiel mit 5G-Campusnetzen, WLAN, satellitengestützter Kommunikation oder anderen Netzen.
Das KSK versteht sich als neutrale Plattform zwischen Forschung, Anbietern und Anwendern. Im Fokus steht ein technologieneutraler Ansatz. Interessierte Akteure sollen unterstützt werden, wirtschaftlich sinnvolle und zukunftssichere Konnektivitätslösungen aufzubauen. Ziel ist es, genau die technologische Lösung zu nutzen, die für die jeweilige Anwendung ideal ist. Das Kompetenzzentrum entwickelt dafür Referenzarchitekturen, Investitions- und Entscheidungsblaupausen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Verwertung der Projektergebnisse: Alle Ergebnisse werden für die Entscheidungsfindung aufbereitet, validierte Ende-zu-Ende-Lösungen dienen als Referenzimplementierungen und werden auf Roadshows und Messen präsentiert. Schulungen und Informationsangebote für KMU und öffentliche Einrichtungen ergänzen das Transferkonzept.
Anwendungszentren und Umsetzungsprojekte
Unternehmen einer Branche haben ähnliche Anforderungen und Herausforderungen bei der Nutzung smarter Konnektivität. Deshalb strukturieren wir die Unterstützung so, dass Unternehmen in ihrer Branche fachkundigen Hilfestellung von Branchenexperten erhalten.
Dafür fördern wir den Aufbau von bis zu fünf branchenspezifischen Anwendungszentren, die einen Impuls in die jeweilige Branche geben sollen. Unternehmen können dort neue Vernetzungslösungen direkt im realen Betrieb erproben und für ihre Bedarfe weiterentwickeln. Außerdem bieten die Anwendungszentren Unterstützungs- und Fortbildungsangebote für die Wirtschaft an. Die Anwendungszentren leisten so aktive Unterstützung bei der Übertragung und Umsetzung der Lösungen in die praktische Anwendung in den Branchen.
Im weiteren Verlauf ist zudem ein Förderaufruf geplant, der innovationsfreudigen Unternehmen („first mover“) verschiedener Branchen dabei hilft, ihre jeweiligen Use Cases umzusetzen.
Forschung und Entwicklung innovativer Netztechnologien
Außerdem fördert das Programm gezielt Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Sie schließen technologische Lücken, wenn bestehende Lösungen noch nicht ausreichen. Die Ergebnisse werden in die Anwendung zurückgeführt und stärken ein leistungsfähiges digitales Ökosystem in Deutschland und Europa.